koulu

Hinweise für Schulen und Datenschutzbeauftragte

Eine technische Beschreibung von koulu für die Prüfung durch eine Schule — Stand: 13.10.2026

Diese Seite beschreibt, was koulu mit Daten tut und was nicht, damit eine Schule das selbst beurteilen kann. Sie ist keine Rechtsberatung und sagt keiner Schule, was zulässig ist: Was eine Lehrkraft auf welchem Gerät und an welchem Speicherort verarbeiten darf, richtet sich nach dem Schulrecht des Bundeslands und den Vorgaben der Schule. Die Datenschutzerklärung für die App und diese Website steht daneben; sie ist maßgeblich, wo beide dasselbe beschreiben.

In drei Sätzen

koulu ist ein Planer, der auf dem Gerät der Lehrkraft läuft: kein Konto, keine Registrierung, kein Server des Anbieters, keine Analyse und kein Absturzbericht aus der App heraus.

Beim Anbieter von koulu kommen zu keinem Zeitpunkt Daten von Schülerinnen und Schülern an — auch nicht verschlüsselt, weil es keine Stelle gibt, an der sie ankommen könnten.

Wird die optionale Synchronisierung eingeschaltet, wählt die Lehrkraft den Speicherort selbst; die Inhalte sind vor dem Hochladen auf dem Gerät verschlüsselt, und der Schlüssel dazu verlässt den Kreis ihrer Geräte nicht.

Warum es keinen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt

Ein Vertrag über die Verarbeitung im Auftrag nach Art. 28 DSGVO setzt voraus, dass ein Auftragsverarbeiter personenbezogene Daten für den Verantwortlichen verarbeitet. Genau das findet hier nicht statt: Es gibt keinen koulu-Server, keine Schnittstelle, über die Daten an den Anbieter gehen, keinen Fernzugriff und keinen Support-Weg, auf dem Inhalte übermittelt würden. Die Daten liegen auf dem Gerät und — wenn die Schule oder die Lehrkraft das so einrichtet — zusätzlich verschlüsselt in einem Speicher, den nicht der Anbieter betreibt.

Deshalb bietet koulu keinen AVV an. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag würde eine Verarbeitung beschreiben, die es hier nicht gibt, und eine Kontrolle zusichern, die niemand ausüben kann. Das ist der Grund, warum er fehlt — nicht ein offener Punkt, der noch nachgereicht wird. Welche Unterlagen die Schule stattdessen für ihre eigene Dokumentation braucht, entscheidet sie; was dafür an Beschreibung nötig ist, steht auf dieser Seite.

Für die Daten der Schülerinnen und Schüler ist die Schule beziehungsweise die Lehrkraft verantwortlich im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Das gilt unabhängig davon, welcher Speicherort gewählt wird — der Speicherort ändert nicht, wer verantwortlich ist, sondern wohin die verschlüsselten Daten gelangen.

Rollen je nach Speicherort

Die Synchronisierung ist ab Werk ausgeschaltet. Ist sie aus, verlässt kein Byte das Gerät. Wird sie eingeschaltet, gibt es drei Konstellationen, die sich für eine Schule unterscheiden — dieselbe Einteilung wie in Abschnitt 4 der Datenschutzerklärung:

In allen drei Fällen ist der Anbieter von koulu an der Übertragung nicht beteiligt: Die Verbindung geht vom Gerät der Lehrkraft direkt zu dem gewählten Speicher.

Wo der Anbieter von koulu doch Verantwortlicher ist

Drei Dinge gehören dem Anbieter und sollen hier genauso deutlich stehen wie das Übrige. Keines davon führt Daten von Schülerinnen und Schülern:

Vom Vertriebsweg ist das zu trennen: Beim Laden aus dem App Store und bei einem Test über TestFlight verarbeitet Apple Daten in eigener Verantwortung, Absturzberichte eingeschlossen; an uns gehen daraus aggregierte Statistiken und das Feedback, das jemand selbst absendet. Abschnitt 8 der Datenschutzerklärung beschreibt das.

Wie die Daten fließen

Auf dem Gerät

Alle Daten liegen in einer Datenbank im geschützten Speicherbereich der App; angehängte Fotos und Dateien liegen als Dateien im selben Bereich. Andere Apps erreichen weder das eine noch das andere. Welche Daten das sind — vom Stundenplan bis zu Noten, Adressen und angehängten Attesten —, zählt Abschnitt 2 der Datenschutzerklärung auf. Eine Ausnahme beschreibt deren Abschnitt 6: Schaltet die Lehrkraft die Geburtstagserinnerung ein, übergibt koulu die Mitteilungen im Voraus an das Betriebssystem, das sie mit den Namen darin bis zur Anzeige verwahrt.

Ohne Synchronisierung

Nichts verlässt das Gerät. koulu baut von sich aus keine Verbindung ins Internet auf; auch die Ferien- und Feiertagsdaten sind in der App enthalten und werden nicht abgerufen.

Mit Synchronisierung

koulu verschlüsselt jeden Inhalt auf dem Gerät, bevor er hochgeladen wird. Was beim Speicheranbieter ankommt, sind Dateien ohne lesbaren Inhalt: pro Gerät ein Postfach mit den verschlüsselten Änderungen und daneben eine kleine Schlüsseldatei, die sich allein mit dem Wiederherstellungscode öffnen lässt. Der Code wird nirgends hochgeladen, und der Anbieter von koulu hat ihn nie.

Anhänge werden mitsynchronisiert. Die Datei selbst — das abfotografierte Attest, das PDF — geht als eigene, auf dem Gerät verschlüsselte Datei zum Speicheranbieter, neben dem verschlüsselten Eintrag der Notiz. Die Lehrkraft kann das je Gerät abschalten oder auf WLAN beschränken. Der Anbieter sieht dabei, dass es Anhänge gibt, wie viele, wie groß sie sind und wann sie dazukamen. Benannt ist jede Datei nach einer Prüfsumme ihres Inhalts, nicht nach Datei- oder Schülernamen; wer Zugang zum Speicher hat und dieselbe Datei besitzt, könnte daran erkennen, dass sie auch hier liegt. Gelöschte Anhänge entfernt koulu beim Anbieter frühestens 30 Tage, nachdem keine Notiz mehr auf sie verweist, damit ein Gerät, das offline war, nichts verliert. Die Einzelheiten stehen in Abschnitt 4 der Datenschutzerklärung.

Was koulu beim Anbieter anfordert: Bei Microsoft genau zwei Berechtigungen — den Zugriff auf den eigenen App-Ordner (Files.ReadWrite.AppFolder) und das Verlängern der Anmeldung (offline_access); keine Identitätsdaten, kein Zugriff auf andere Dateien des Kontos. Bei Nextcloud und WebDAV meldet sich koulu mit Benutzername und Passwort an — bei Nextcloud einem App-Passwort — und schreibt in einen eigenen Ordner koulu. Bei Apple nutzt koulu den Apple-Account, an dem das Gerät ohnehin angemeldet ist, und legt die Daten in einem eigenen Bereich der privaten iCloud ab (CloudKit); Zugangsdaten speichert es dabei keine.

Was der Speicheranbieter trotzdem sieht

Verschlüsselung verbirgt Inhalte, nicht deren Existenz. Diese Liste gehört zur Beschreibung dazu, weil sie sonst der Teil wäre, den die Schule selbst herausfinden müsste. Aus dem Speicher und seinen Zugriffsprotokollen ist erkennbar:

Nicht erkennbar ist irgendetwas über Schülerinnen und Schüler, Klassen, Fächer oder Termine: Kein Name, keine Kennung und kein Pfad in den Dateinamen von koulu trägt davon etwas, und die Schlüsseldatei hat einen festen Namen und eine Größe, die vom Format abhängt und nicht vom Inhalt.

Was nicht behandelt ist, und offen gesagt wird: Zeitpunkte und Größen sind nicht verschleiert. Auffüllen auf feste Größen und ein zeitlich gestreutes Hochladen würden beides abschwächen; beides ist für einen Planer dieser Größe bisher nicht gebaut. Programmkennung, IP-Adresse und Browser- beziehungsweise Systemkennung sind das, was jede Verbindung gegenüber jedem Server zeigt; koulu fügt nichts Eigenes hinzu und entfernt auch nichts davon.

Technische und organisatorische Maßnahmen

Das Backup des Geräts

koulu nimmt seine Daten vom Backup aus, das das Gerät selbst anlegt — dem iCloud-Backup und dem Backup am Computer auf iPhone und iPad, dem Google-Backup auf Android. Das ist eine bewusste Entscheidung und der Grund dafür ist derselbe, den eine Schule prüft: Ohne diese Ausnahme läge der gesamte Datenbestand auf Servern von Apple oder Google, unter Schlüsseln dieser Unternehmen — bei Apple, sofern die Lehrkraft den erweiterten Datenschutz für iCloud nicht eingeschaltet hat — auf dem Weg, der mit der Synchronisierung nichts zu tun hat und deshalb leicht übersehen wird.

Der Preis ist ausdrücklich genannt und nicht wegerklärt: Ein neues oder zurückgesetztes Gerät startet in der Regel leer. Der Weg zu den Daten führt dann über die Synchronisierung oder über eine exportierte Sicherung. Wer beides nicht eingerichtet hat und das Gerät verliert, verliert die Daten. Ein Backup, das eine frühere Version von koulu noch mitgesichert hat, bleibt bei Apple oder Google liegen, bis es dort gelöscht wird. Eine direkte Übertragung von Gerät zu Gerät beim Einrichten eines neuen Geräts steuert das Betriebssystem, nicht koulu; auch dabei geht nichts an Apple oder Google.

Geräteverlust und Wiederherstellungscode

Löschen: Wird die Verbindung getrennt, entfernt koulu Zugangsdaten und Schlüssel von diesem Gerät und löscht nichts beim Anbieter — die verschlüsselten Dateien bleiben dort liegen, bis sie selbst entfernt werden. Wie das je Anbieter geht, steht in Abschnitt 4 der Datenschutzerklärung, zusammen mit dem Hinweis, dass Papierkorb und Versionsverlauf des Anbieters dazugehören. Auf Wunsch löscht koulu dort auch selbst alles („Alle Daten beim Anbieter löschen“) bis auf eine winzige Datei ohne Inhalte, an der die anderen Geräte der Lehrkraft die Löschung erkennen.

Unabhängige Prüfung

Das Schlüssel- und Synchronisierungsverfahren ist am 6. September 2026 von einer Person geprüft worden, die nicht am Projekt beteiligt ist — an einem festgehaltenen Stand des Quelltexts (Version 1.3.0), lesend, gegen den Code und nicht gegen dessen Beschreibung.

Das Ergebnis in Kürze: Die kryptografischen Bausteine sind die richtigen und werden richtig verwendet; der Speicheranbieter sieht Geheimtext und Metadaten und sonst nichts. Fünfzehn Befunde wurden festgehalten und als Aufgaben geführt. An vier davon wurde die Freigabe für echte Klassendaten geknüpft: zwei Fehler in der Schlüsselverwaltung, ein Befund über unzutreffende Sätze in der Datenschutzerklärung und das Geräte-Backup aus dem vorigen Abschnitt. Alle vier sind behoben und seit Version 1.4.0 ausgeliefert. Zwei Befunde wurden nicht umgesetzt: einer mit einer Begründung, die im Quelltext an der betroffenen Stelle steht, einer ohne festgehaltene Begründung — auch das steht so in der Dokumentation, statt stillschweigend zu verschwinden.

Was die Prüfung nicht war, in ihren eigenen Worten: ein Durchgang, an einem Stand, durch eine Person, ohne Gerät und ohne Zugang zu einem echten Speicherkonto — und kein Rechtsgutachten. Was sie nicht nachsehen konnte, ist mitsamt Grund aufgeschrieben.

Die Prüfung ist mit allen Befunden, ihrer Einstufung und ihrer Erledigung in der Projektdokumentation festgehalten — im Quelltext-Repository, das nicht öffentlich ist. Fragen dazu — auch von Datenschutzbeauftragten, die Einzelheiten brauchen — beantworten wir unter datenschutz@koulu.schule.

Was diese Seite nicht leistet

Sie trifft keine Aussage darüber, ob eine Lehrkraft koulu mit Daten ihrer Schülerinnen und Schüler benutzen darf. Die Regeln für dienstliche und private Endgeräte und für Cloud-Speicher unterscheiden sich je nach Bundesland und Schulform, und sie zu setzen ist Sache der Schule und der Schulaufsicht — nicht des Herstellers einer App. koulu sagt das, wo die Frage aufkommt: in der Datenschutzerklärung und in der App dort, wo die private iCloud als Speicherort zur Wahl steht.

Sie ist außerdem keine Rechtsberatung und ersetzt die eigene Prüfung nicht. Was sie sein soll, ist eine vollständige und überprüfbare Beschreibung dessen, was koulu tut — damit diese Prüfung auf Tatsachen aufsetzen kann statt auf Zusicherungen.